# Hey Audience > Hey Audience ist eine Audience-Development-Plattform aus Wien für Medienhäuser, Verlage und Kommunikationsteams. Sie beantwortet zwei Fragen: Wer ist meine Zielgruppe und wohin kann ich sie erweitern? Und wie tickt sie wirklich? Kernsatz: Analytics zeigt, wer da ist. Wir zeigen, wer fehlt. Und warum. Hey Audience ist kein weiteres Sprachmodell, sondern ein Aggregations- und Analysewerkzeug: Es führt vorhandene Medienforschung, Analytics, Reichweitenstudien und Nutzungsdaten mit eigenen Tiefeninterviews zusammen, setzt das Publikum in Beziehung zur ganzen Bevölkerung und macht es befragbar. Zum Start deckt das Populationsmodell Österreich ab (7,9 Millionen Menschen ab 16 Jahren, in 810 Bevölkerungsgruppen); Deutschland und die Schweiz folgen. ## Zielgruppe finden - Grundlage ist ein quantitativer Datensatz: eine synthetische Bevölkerung Österreichs ab 16 Jahren, verankert an amtlichen Randverteilungen; die inhaltlichen Aussagen beruhen auf den Antworten mehrerer tausend echter Befragter. - Gruppen entstehen aus kombinierten Merkmalen (Alter, Geschlecht, Bundesland, Bildung, Stadt/Land, Mediennutzung, Vertrauen in Medien, Offenheit für neue Technik, Nachrichtenvermeidung, Informationsbedürfnisse/User Needs) statt aus einem starren Milieu-Raster; Milieu-Modelle wie Sinus bleiben Zutat, nicht Rahmen. - Drei Fragen an das Modell: Audience Gaps (wer wird von keinem Format erreicht), Potenziale (welche Gruppen liegen nah am heutigen Publikum) und Portfolio (wo überlappen Formate). - Ein statistisches Suchverfahren aus der Subgruppen-Analyse findet Teilgruppen entlang von Werten, Haltungen und Mediennutzung — auch solche, nach denen niemand gefragt hat. - Entschieden wird im Audience-Workshop (ein halber Tag; Ergebnis: 5 bis 8 Audiences, in der Bevölkerung verortet, ein bis zwei priorisierte Wachstums-Audiences) von Menschen: Die KI schlägt vor, das Team der Organisation entscheidet, die Daten prüfen gegen (Human in the Loop). - Ergebnis sind Audiences mit Größenkorridor (z. B. „8–11 % der Bevölkerung ab 16 Jahren") und ausgewiesenem Unsicherheitsband — keine scheingenauen Einzelzahlen. Gruppen unter festen Mindestgrößen werden nicht ausgewiesen. ## Zielgruppe verstehen - Qualitative Tiefen-Interviews werden anonymisiert und strukturiert ausgewertet; jedes ergibt einen KI-Zwilling. - Aus mehreren KI-Zwillingen, Umfragen und Panel-Daten entsteht eine kuratierte Persona, exklusiv für die jeweilige Organisation. Sie bleibt sechs bis zwölf Monate stabil. - „Talk to the Data": Gespräche mit Personas per Chat und Stimme, Fokusgruppen mit ganzen Audiences, autonome Umfragen, Tests von Artikeln, Formaten und Betreffzeilen vor der Veröffentlichung. - Jede Antwort trägt eine Belegstufe, als Punkt und Wort: zitiert (ab 80 % belegt), sinngemäß (50–79 %) oder abgeleitet, also eine Hypothese aus Werten und Haltungen (unter 50 %), jeweils mit Verweis auf die Interviewstelle. - Im Redaktionsalltag reagieren Personas auf Headlines, Teaser und Formatideen, auch als Feedback im CMS. - Wissenschaftliche Grundlage: Park et al. (2024), „Generative Agent Simulations of 1,000 People", Stanford — KI-Agenten aus zweistündigen Interviews mit 1.052 Personen beantworteten den General Social Survey zu 85 % so genau, wie die Personen ihre eigenen Antworten zwei Wochen später wiederholten. https://arxiv.org/abs/2411.10109 ## Rollen - Leitung & Audience Development: strategische Ziele, Audience Gaps, Portfolio. - Format- und Produktverantwortliche: eine Audience in der Tiefe verstehen (Interviews, Personas). - Redaktion: Headlines bewerten, Alternativen holen, Feedback im CMS. ## Einstieg - Audience-Workshop, ein halber Tag, ab Oktober 2026; steht für sich. - Danach optional sechs Monate Pilot ab Q1 2027: Monat 1–2 eigene Daten im Modell, Monat 2–4 eine Audience in der Tiefe (Interviews, Persona), Monat 4–6 Tests in der Redaktion. Plattformzugang inklusive, der Workshop wird angerechnet. ## Grenzen (von Hey Audience selbst benannt) - Personas ersetzen keine echten Menschen; für Entscheidungen mit großer Tragweite bleibt das Gespräch mit realen Menschen unersetzlich. - Aus Personas wird nicht hochgerechnet; Größen kommen ausschließlich aus der Statistik. - Unter der Mindestgröße gibt es keine Aussage. - Ein Test garantiert keinen Erfolg. ## Datenschutz & Vertrauen - DSGVO-konform, Betrieb vollständig in der EU, kein Profiling einzelner Personen — ausschließlich aggregierte Gruppenaussagen. - Jede KI-Persona ist nach EU AI Act als KI gekennzeichnet, auch im Audio-Gespräch. - In jedem Ergebnis ist getrennt ausgewiesen, was belegt ist und was Interpretation der KI. - Die Website setzt keine Cookies und keine Tracker; Reichweitenmessung erfolgt serverseitig mit selbst betriebenem Umami. ## Team - Franz Mayr-Wilding — Produkt & Technologie - Michael Schmid — Interviews & Formatentwicklung - Hey Audience ist ein gemeinsames Produkt von Gollackner & Schmid OG und unite – Software Development GmbH, Wien. ## Seiten - [Start](https://www.heyaudience.app/): Überblick, Für wen (Leitung, Format-Teams, Redaktion; Verlage, Kommunikation) - [Plattform](https://www.heyaudience.app/plattform): Werkzeug, Populationsmodell (Lücken, Potenziale, Portfolio), Interviews, KI-Personas mit Quellen-Ampel, Feedback im Redaktionsalltag, Praxisbeispiel - [Über uns](https://www.heyaudience.app/ueber-uns): Michael Schmid und Franz Mayr-Wilding - [Methode & Datenschutz](https://www.heyaudience.app/methode): Interviews, KI-Zwillinge, Beleg-Ampel, Populationsmodell, Grenzen, Datenschutz - [Kontakt](https://www.heyaudience.app/kontakt): Gespräch vereinbaren (30 Minuten, online) oder michael@wearefain.com